Die Homepage wurde im Mai.2018 aktualisiert

Der Schutzdienst

Dasco beim Schutzdienst

Der Schutzdienst ist das Abwehrverhalten und die Verteidigungsbereitschaft des Hundes, durch den Angriff eines Scheintäters.
                         

Viele Leute, die zum ersten Mal in ihrem Leben einen Hund im Schutzdienst arbeiten sehen, empfinden diese Art der Ausbildung als sehr bedrohlich und nicht selten hört man: „ Ich möchte keinen Schutzdienst machen und ich möchte meinen Hund aber nicht auf Menschen abrichten.“
Erst durch mehrfaches Beobachten von verschiedenen Übungsstunden und Erklärungen durch die aktiven Hundeführer wird deutlich, dass der Schutzdienst alles Andere ist als das Abrichten eines Hundes auf Menschen. Er stellt eine sinnvolle Alternative dar, um einen Sporthund auszulasten.


                                  

Natürlich ist der Schutzdienst im Ursprung auf die Diensthundeausbildung zurückzuführen, bei der Diensthunde bis heute gezielt auch „gegen“ Menschen eingesetzt werden.
An dieser Stelle muss ganz deutlich zwischen Dienst- und Sporthund unterschieden werden.
Wenn wir mit unseren Sporthunden mit der Schutzdienstausbildung beginnen, steht immer der Beutetrieb des Hundes im Vordergrund. Egal in welchem Alter die Ausbildung im Schutzdienst beginnt, wird der Hund auf ein Beuteobjekt geprägt.. Bei Welpen oder jungen Hunden besteht diese Beute meistens . aus einem Lederlappen oder einer kleinen Beißwurst.
          

Der unbewegliche Lappen alleine weckt jedoch nicht das dauerhafte Interesse des Hundes.
Die Beute muss sich bewegen, damit sie interessant wird.  Der Helfer ist für das Leben in der Beute verantwortlich. Dieser bewegt die Beute, macht sie dem Hund streitig und führt „Ziehspiele“ durch.  Hunde mit einem ausgeprägten Spiel- und Beutetrieb lernen dieses Spiel mit dem Helfer sehr schnell und ziehen schon nach kurzer Zeit beim Anblick des Helfers. Der Helfer ist mit einer Schutzhose gekleidet. Die Art des Aufbaus wird solange durchgeführt bis der Hund sicher ist. Später wird von Lappen auf Beißwurst und von Beißwurst auf Ärmel umgestellt. Der Hund geht immer als Sieger mit der Beute vom Platz.
Wenn der Hund gelernt hat, den Ärmel sicher festzuhalten beginnt man mit dem nächsten Schritt. Der Hund lernt seine Beute auch unter Belastung seitens des Helfers sicher festzuhalten.  Der Schutzdienst zeigt, dass der  Hund sinnvoll beschäftigt wird. Auch die nervliche Belastbarkeit wird gestärkt was sich für verschiedene Situationen im Alltag positiv auswirken kann. Der Hund hat nun gelernt die Beute „Ärmel“ auch bei Belastung festzuhalten und das er zusammen mit dem Hundeführer ein starkes Team gegen den Helfer bildet. Als letzte Hürde zum Schutzhund steht noch der Gehorsam. Dies ist der schwierigste Teil im Schutzdienst, der von Hundeführer und Helfer viel Fingerspitzengefühl abverlangt.  Gehorsam setzt sich aus folgenden Teilübungen zusammen.

·        Fuß gehen

·        Streife nach dem Helfer --> Umlaufen von Verstecken und Suche nach dem Helfer

·        Bei Auffinden des Helfers Anzeigen durch Verbellen --> ohne den Helfer zu berühren







                                       
Der Hund darf  nur nach der Beute greifen, wenn diese sich bewegt bzw. flieht --> bleibt der Helfer stehen muss der Hund auf Kommando Aus sofort los lassen. Steht der Helfer im Versteck, so hat der Hund lediglich zu verbellen. Er darf nicht von alleine nach der Beute fassen.
Für ein positiv gezeigtes Verhalten während der Übung bekommt der Hund eine Bestätigung.

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Nicht nur die Gehorsamsübungen zeigen, dass die Schutzdienstarbeit kein Abrichten auf Menschen, sondern für den Hund ein Spiel ist, für das er körperlich und geistig geeignet sein muss. Vor jeder Prüfung steht eine Unbefangenheitsprobe des Hundes.
Hunde, die am Tag der Prüfung Leute oder den Leistungsrichter  anknurren oder gar beißen werden zur Prüfung nicht zugelassen.
Und nicht selten hört man von ausgebildeten Hunden, die in Prüfungen hohe Punktzahlen im Schutzdienst erreichen und zuhause den Einbrecher schwanzwedelnd begrüßen

Also kann man Sagen:

 SCHUTZDIENST IST KEINE ABRICHTUNG ODER SCHARF MACHEN VON HUNDEN !!

Der Hund möchte lediglich an seine Beute den Schutzarm

 Hierzu zwei Übungen die das nochmal verdeutlichen

 Übung 1 ) Kurze Flucht.

  • Der Hund darf nach einem kurzem Gehorsamsteil  und einem Kommando in den Schutzarm des Schutzdiensthelfers beißen -> Hunde rennt hin und beißt in den Schutzarm. Nach einem Kommando Aus lässt er los und bewacht den Schutzdiensthelfer.

 Diese Übung wurde kurz drauf noch einmal wiederholt,

 Übung 2) Kurze Flucht +der Helfer lässt den Arm fallen -> der Hund rennt wie bei der

 ersten Übung hin. Als der Helfer den Schutzarm fallen lässt, stoppt der Hunde sofort, bleibt vor dem Helfer stehen und schaut den Helfer und den auf dem Boden liegenden Ärmel mit einem fragenden Blick an. So nach dem Motto ( Was soll das den jetzt?)

 Jeweils nach beiden Übungen, kann der Hund vom Schutzdiensthelfer angefasst werden, ohne dass etwas passiert.

Daran wird deutlich, dass der Hund nicht auf einen Menschen losgeht, sondern nur auf den Schutzarm fixiert ist.